Biologische-Schmerztherapie
Es sind 22 Einträge im Lexikon.| Begriff | Definition |
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| Achillodynie |
Die Achillodynie ist ein Schmerzsyndrom der Achillessehne, des Ansatzes der Wadenmuskulatur am Fersenbein. Sie gehört unter anderem mit dem Golferellenbogen und dem Tennisellenbogen in die Gruppe der Insertionstendopathien. Es handelt sich um eine entzündliche Reaktion auf mechanische Schädigung von Sehnengewebe durch Mikrotraumata und damit um eine eher häufige Erkrankung. Die Veränderungen im Gewebe treten in der Regel ca. 2 – 6cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein auf. |
| Akne |
Als Akne bezeichnet man die Verstopfung und Entzündung von Hauttalgdrüsen, meist im Gesicht, der Brust oder dem Rücken. Akne entsteht durch übermäßige Talgproduktion mit einer Verhornungsstörung. Dadurch bilden sich Mitesser, die sich entzünden. Es wird von einer krankhaften Veränderung der Talgdrüsen gesprochen.Getrennt wird zwischen der leichten, oberflächlichen Akne und der schweren, tiefen Akne mit tief unter der Haut liegenden Knötchen. Diese Form führt oft zu Narben.Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wobei Jungen meist stärker betroffen sind als Mädchen.Entwickelt sich eine Akne während der Pubertät, heilt sie in den meisten Fällen von alleine ab. Tritt sie erst nach der Pubertät auf, ist die Behandlung meist langwierig. Bemerkt der Betroffene eine fettige Haut und die Entstehung von Mitessern, liegt eine Überproduktion der Talgdüsen vor.Kommt es außerdem zu Pickeln und Entzündungen, kann von einer Akne gesprochen werden. Dann ist es ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen.Schmerzen sind bei dieser Krankheit unüblich. |
| Allergie allgemein |
Die allergische Reaktion ist eine Überreaktion unserer körpereigenen Abwehrkräfte. Unser Abwehrsystem hat die Aufgabe, schädliche Stoffe zu erkennen und zu bekämpfen. Zuvor müssen sie unterscheiden, ob ein schädlicher oder unschädlicher Stoff in den Körper eindringt. So prüft das Abwehrsystem grundsätzlich jeden fremden „Eindringling“, mit dem wir in Berührung kommen, sei es durch Hautkontakt, Einatmen oder auch durch eine Verletzung. Erkennt das System, dass es sich um einen fremden Stoff handelt, reagiert es mit so genannten Antikörpern, das sind Abwehrzellen und Eiweißstoffe.Wenn der echte „Feind“ erfolgreich bekämpft wurde, merkt sich das Immunsystem diesen Störfaktor. Taucht er erneut auf, werden sofort die Abwehrkörper eingesetzt. Das nennt man Immunisierung.Somit ist eine Allergie nichts anderes als eine Reaktion des Immunsystems – allerdings unter falscher Voraussetzung: Das Abwehrsystem reagiert auf Stoffe, die gar nicht gefährlich sind. Dabei wird bei einer allergischen Reaktion eine übertriebene Immunantwort auf den „Fremdstoff“ provoziert. Der Körper ist nun nicht, wie bei einer normalen Reaktion, immun gegen den angeblichen Erreger, sondern übersensibel.Allergien können bei Menschen jeder Altersgruppe auftreten. Oft sind sie vererbt. Die Anzahl der Allergiker steigt von Jahr zu Jahr. |
| Allergie Insekten |
Eine Überempfindlichkeit gegen Insekten besteht in Deutschland bei ungefähr fünf Prozent der Bevölkerung. Meist wird sie durch Wespen- oder Bienenstiche ausgelöst, wobei die Bienengiftallergie häufig bei jüngeren Leuten auftritt. Dagegen betreffen Wespengiftallergien meist ältere Menschen. Deutlich seltenere Allergieauslöser sind Hornissen-, Bremsen-, Ameisen- und auch Mückenstiche.Während des Stechens geben Bienen und Wespen ihr Gift in die Haut des Opfers ab. Normalerweise bildet sich an der Einstichstelle eine rote Quaddel. Leidet der Betroffene jedoch unter einer Insektengiftallergie, reagiert sein Körper mit zu Teil schweren Symptomen. Dies muss jedoch nicht bei jedem Insektenstich der Fall sein.Hat die Biene gestochen, verliert sie wegen eines Widerhakens am Stachel, ihren vollständigen Giftapparat. Bei einer Wespe hingegen wird der Stachel wieder zurückgezogen. Folglich gibt sie weniger Gift ab als eine Biene.Das Risiko einer derartigen Allergie ist bei Personen, die durch ihren Beruf häufig mit Insekten zu tun haben, erhöht. Dazu zählen Wald- und Landarbeiter, Imker und Konditoren. |
| Allergie Nahrungsmittel |
Eine Nahrungsmittelallergie ist eine durch bestimmte Symptome gekennzeichnete Reaktion des Körpers auf gewisse Lebensmittel. Diese Erkrankung hat es schon immer gegeben. Sie ist in ihrer individuellen Ausprägung sehr vielseitig. Ungefähr fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung leiden unter allergischen Reaktionen auf bestimmte Speisen.Es muss zwischen der Nahrungsmittelallergie und der Nahrungsmittelunverträglichkeit unterschieden werden. Bei der letzteren werden die Symptome nicht durch den Allergie auslösenden Botenstoff Histamin ausgelöst, sondern alleine durch die direkte Einnahme des Nahrungsmittels. |
| Arthralgie |
Unter einer Arthralgie (griech. Arthro für „Gelenk“, -algie für „Schmerz“) versteht man Gelenkschmerzenunterschiedlichster Pathogenese. Diese Schmerzen können z. B. bei einer Arthrose auftreten, aber auch beiTraumata wie Prellungen, Verrenkungen, Meniskusläsionen) oder bei verschiedenen Allgemeinerkrankungen wieGrippe, Windpocken, Masern oder Röteln. Ebenso bei manchen Autoimmunerkrankungen wie z. B. Sarkoidose oder den vielen Formen einer rheumatischen Erkrankung. |
| Arthrose |
Unter Arthrose ist eine nicht entzündliche Gelenkerkrankung zu verstehen. Dabei sind Wirbelsäulen-, Hüft-, Hand-, Knie- oder Fußgelenke betroffen. Die Arthrose gehört zu den degenerativen Gelenkerkrankungen.Arthrose kann angegriffene Gelenke beeinträchtigen und langfristig sogar zerstören. Typischerweise wird der knorpelnahe Knochen umgebildet, was den Patienten Schmerzen bereitet.Die Mehrheit aller Menschen erkrankt irgendwann im Leben an dieser Krankheit, die häufig durch Fehlbelastungen ihren Ursprung hat. Über 80 Prozent der über 50-jährigen Menschen sind betroffen. Gefährdet sind vor allem stark übergewichtige Menschen und Frauen. Eine Heilung der Krankheit ist nicht möglich. Erstes typisches Anzeichen einer beginnenden Arthrose, ist eine Verformung der Gelenke, welche meist mit Schwellungen einhergeht. Dabei können Schmerzen und Versteifungen der Gelenke auftreten. Auch die erste Bewegung nach längerem Ruhen (Anlaufschmerz) ist meistens schmerzhaft. Dazu kommt eine für wenige Momente anhaltende Morgensteifheit nach dem Aufstehen, die typisch für den Verlauf der Krankheit ist. Sie hält, im Gegensatz zu anderen rheumatischen Erkrankungen, nur kurz an. Auch Schmerzen bei kalter und feuchter Witterung sind keine Seltenheit und lassen auf Arthrose schließen. Die Ursache für eine Arthrose liegt häufig in einer Fehlbelastung der Gelenke, durch eine falsche Haltung im Sitzen, Liegen oder Stehen. Auch harte körperliche Arbeit oder Übergewicht spielen bei der Entstehung eine Rolle.Oftmals liegt der Grund einer solchen Erkrankung auch in der falschen Belastung im Haushalt. Staubsaugen in gebückter Haltung oder das Tragen von Einkaufstaschen auf nur einer Seite belasten die Wirbelsäule. Die Arthrose findet ihren Ursprung aber auch durch Umstände, die man selber nicht beeinflussen kann, wie Verletzungen, Operationen oder angeborene Knorpelfehler.Eine Arthrose kann außerdem erblich bedingt sein. Grundsätzlich sind ständig gleiche Bewegungen ein Auslöser. Der kranke Knorpel wird durch sie abgenutzt, bis der blanke Knochen erreicht ist. Die Schmerzen entstehen durch abgeriebenes Knorpel- oder Knochenmaterial, welches Entzündungen hervorrufen kann. Eine Diagnose ist anhand der typischen Krankheitsgeschichte und den Schilderungen des Betroffenen zu stellen.Bestimmte Gelenke wie die Finger-, Knie- und Hüftgelenke sowie die kleinen Wirbelsäulengelenke sind besonders häufig von der Arthrose betroffen.Eine der wichtigsten zusätzlichen Untersuchungen, um eine Arthrose zu diagnostizieren, ist das Röntgen, da sich bei dieser Methode die typischen Veränderungen der Gelenke am deutlichsten zeigen und der Grad der Abnutzung festgestellt werden kann.Eine Blutuntersuchung gibt in der Regel keine Hinweise auf die Erkrankung. Lediglich die Entzündungswerte bei einer entzündlichen Arthrose können erhöht sein. |
| ATP |
Die wichtigste im Zellstoffwechsel vorkommende energiereiche Verbindungen ist das ATP. ATP enthält zwei Phosphorsäurenhydrid-Bindungen, deren Hydrolyse je bis zu 30 kJ /mol liefern. Dies bedeutet, dass bei der ATP abhängigen Reaktion ein entsprechender Energiebetrag übertragen werden kann. Man spricht deswegen auch von Gruppenübertragungpotenzial des ATP. Bei einer Redoxreaktion entstehen energiereiche Zwischenprodukte, die über energiereiche Phosphate zur ATP-Bildung führen. (Redoxreaktion: eine Redoxreaktion ist eine chemische Reaktion, bei der ein Redaktionspartner Elektronen auf den anderen überträgt. Bei einer solchen Elektronenübertragungs-Reaktion findet also eine Elektronenabgabe (Oxidation) durch einen Stoff sowie einer Elektronenaufnahme (Reduktion) statt. Redoxreaktionen sind von grundlegender Bedeutung in der Chemie: viele Stoffwechsel und Verbrennungsvorgänge, technische Produktionsprozesse und Nachweisreaktionen basieren auf solchen Elektronenübertragungs Reaktionen. Bei der sauerstoffabhängigen Redoxreaktion der Atmungskette erfolgt die Energiekonservierung über einen Protonengradienten (elektrochemischen Gradienten) über der inneren Mitochondrienmembran. Dieser liefert die Energie zur ATP-Bildung aus ADP und anorganischem Phosphat. Diese Art der Energiegewinnung wird als Atmungskettenphosphorylierung bezeichnet. Die anaerobe Glycolyse liefert zwei Moleküle ATP, die aerobe dagegen 30 ATP. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das ATP eines unserer essenziellsten Moleküle in unserem Körper darstellt. Der menschliche Körper produziert ATP in jeder unserer Zellen und in jeder Sekunde unseres Lebens. Umgerechnet produziert der menschliche Körper am Tag ca. 80 kg am Tag. ATP wurde 1929 von dem deutschen Biochemiker Karl Lohmann (1898-1978) entdeckt. |
| Bandscheibenvorfall |
In der Fachsprache ist der Bandscheibenvorfall als Diskusprolaps bekannt. Die Bandscheiben befinden sich zwischen den Wirbelknochen und damit nahe der Nervenwurzeln der Wirbelsäule. Sie sind von einem Ring aus Bindegewebe umgeben. Gibt die Bandscheibe durch eine Schwäche des Bindegewebes nach, entsteht ein Druck gegen die Nervenwurzeln, welche in Arme und Beine führen.Der Bandscheibenvorfall tritt häufig an der Lendenwirbelsäule, seltener in der Halswirbel- oder Bustwirbelsäule auf. Meistens sind Patienten zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr betroffen. Bandscheibenvorfälle können an verschiedenen Stellen der Wirbelsäule auftreten. Sie müssen nicht mit Symptomen einhergehen. Erst wenn sie Druck gegen eine Nervenwurzel ausüben, machen sich Schmerzen bemerkbar. Diese gehen häufig mit Empfindungsstörungen in Arm oder Bein einher.Drückt die Bandscheibe gegen das Rückenmark, können neben den Schmerzen auch Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen auftreten. Es kann zu einer Blasenschwäche kommen. Im Falle neurologischer Ausfälle sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eine Bandscheibe besteht aus einem Bindegewebsring, dem ein weicher Kern innewohnt. Auf Grund des Alterungsprozesses des Menschen verliert der Kern an Elastizität. Zugleich wird der äußere Ring brüchig und kann einreißen. So können Teile des Bandscheibenkerns herausstehen und auf benachbarte Teile des Rückenmarkes oder die Nerven Druck ausüben.Ein Bandscheibenvorfall entwickelt sich somit durch eine alters- und belastungsbedingte Schwäche des Bindegewebsringes. Auslöser der Erkrankung kann häufiges schweres Heben sein. Auch eine weit fortgeschrittene Schwangerschaft oder Übergewicht sind Risikofaktoren in Bezug auf dieses unangenehme Rückenleiden. Zur Sicherung der Diagnose befragt der Arzt den Patienten über den Verlauf der Erkrankung, bevor er mit der Untersuchung beginnt. Danach führt er zunächst eine eingehende neurologische Kontrolle durch. Sie gibt Auskunft darüber, welche Nerven betroffen sind und welcher Schweregrad vorliegt. Das Testen von Reflexen und Berührungsempfindungen gehört bei der Diagnose einer Bandscheibenentzündung dazu.Meistens kann der Arzt schon nach einer sorgfältigen Untersuchung sagen, zwischen welchen Wirbelknochen eine Bandscheibe Druck ausübt. Zur Sicherung der Diagnose kann eine Computer- oder Kernspin-Tomographie beitragen. Speziell vor einem Bandscheibenvorfall können Sie sich nicht schützen. Allerdings kann eine auf Vermeidung einer Rückenerkrankungen ausgerichtete Lebensweise dazu beitragen, das Risiko eines solchen Vorfalles zu verringern. Dazu gehört auch regelmäßiges Training des Rückens und der Bauchmuskulatur.Zunächst sollten Sie auf ihr Körpergewicht achten, da ein zu hohes eine Belastung für den Rücken und damit die Bandscheiben darstellt. Auf gute Matratzen und gerades Sitzen ist Wert zu legen. Schwere Lasten sind zu vermeiden beziehungsweise nicht mit gebeugtem Rücken zu tragen. Die Wirbelsäule darf dabei nicht zur Gegenseite hin abgewinkelt werden. Lasten sollten Sie dicht am Körper tragen, damit Sie nicht automatisch in ein Hohlkreuz ausweichen. Arbeiten Sie im Stehen, wenn der Platz so hoch ist, dass eine aufrechte Haltung gewährleistet ist.Haben Sie sich seit längerem an diese Vorgehensweisen gewöhnt, sinkt das Risiko einen Bandscheibenvorfall zu erleiden, erheblich. |
| Biologische-Schmerztherapie |
Biologische Schmerztherapie versucht eine Schmerzkrankheit so zu behandeln, daß möglichst keine oder nur vergleichsweise sehr wenige Schmerzmittel benötigt werden.Hierfür ist es notwendig, nicht nur den Schmerz und dessen Lokalisation und die sogenannte Diagnose zu betrachten. Der Mensch, der mit dieser Krankheit behaftet ist, muß in seiner Ganzheit gesehen werden.D.h., ist er zum Beispiel dick oder dünn, friert er leicht oder nicht, hat er Entzündungen oder "Schwächen" in den Nasennebenhöhlen, im Verdauungsbereich, an den Zähnen usw., denn alles kann mit allem zusammenhängen. Der Therapieansatz richtet sich dann nach diesen Merkmalen und die Therapie benutzt möglichst unschädliche Vorgehensweisen oder solche, von denen eine dauerhafte Schmerzfreiheit zu erwarten ist. |
| Biostimulation |
Biophysikalische Grundlagenforschung der letzten Jahrzehnte hat in den Vereinigten Staaten zur Entwicklung der Feinstrom-Therapie (Bio-Stimulation, Anm. d. Red.) geführt, die seit Anfang der 80er Jahre am Patienten angewendet wird. Trotz der vielversprechenden Therapieerfolge wurden die Feinstromgeräte erst in den letzten Jahren in Europa eingeführt. Die Feinstromtherapie (MET: Mikro Electro Therapy) mit ihrer Sonderform der Hirnstammstimulation (CES: Cranial Electrotherapy Stimulation) wurde von den amerikanischen Wissenschaftlern Dr.Daniel L. Kirsch und Dr. Fred N. Lerner mit ihren beratenden Technikern entwickelt. Das Konzept basiert auf der Erkenntnis, dass die den Zell-Stoffwechsel des Menschen fördernden biophysikalischen Prozesse eine signifikante Rolle bei der Regulation aller Lebensvorgänge spielen. Quelle:www.interpain.ch |
| Chronische Schmerzen |
Ein chronisches Schmerzsyndrom bzw. eine chronische Schmerzkrankheit entsteht, wenn Schmerz seine eigentliche Funktion als Warn- und Leithinweis verliert und einen selbständige Krankheitswert erhält. Im alltäglichen Sprachgebrauch wird dabei verkürzt von chronischen Schmerzen gesprochen. Unter Berücksichtigung der zeitlichen Dimension ist davon auszugehen, dass ein chronisches Schmerzsyndrom entsteht, wenn Schmerzen länger als sechs Monate (heute eher: länger als 3 bis 6 Monate) bestehen. Chronische Schmerzen führen in der Regel zu einer Erniedrigung der Schmerzschwelle sowie zwangsläufig zu psychopathologischen Veränderungen und einer Belastung des persönlichen sozialen Umfelds. In Deutschland wurde 1996 die qualifizierte Behandlung einer chronischen Schmerzkrankheit nach Verhandlungen zwischen der kassenärztlichen Bundesvereinigung und Spitzenverbänden der Ersatzkassen erstmals verrechenbar. Die Zahl der Betroffenen wird in Deutschland auf 8 bis 10 Millionen geschätzt. |
| CMD |
Kraniomandibuläre Dysfunktion (Craniomandibuläre Dysfunktion, CMD) ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Kiefergelenkfunktion. Diese Fehlregulationen können schmerzhaft sein, müssen es aber nicht. Im engeren Sinne handelt es sich dabei um Schmerzen der Kaumuskulatur („myofaszialer Schmerz“), Verlagerungen der Knorpelscheibe im Kiefergelenk („Diskusverlagerung“) und entzündliche oder degenerative Veränderungen des Kiefergelenks („Arthralgie, Arthritis, Arthrose“ CMD-Patienten leiden oft schon jahrelang unter Symptomen wie: Kopfschmerzen? Nacken-/Schulterverspannungen? Rückenschmerzen? Zähneknirschen und Knacken im Kiefergelenk? Gesichtsschmerzen und Ohrenschmerzen? Tinnitus? Schwindel? Schnarchen und Schlafstörungen? Eine Funktionsstörung des Kiefergelenks, kurz CMD, verursacht zahlreiche Beschwerden, die über den Kopf hinausgehen. |
| Fersensporn |
Der Fersensporn ist ein dornartiger, knöcherner Sporn am Ansatz einer überbeanspruchten Sehne und der Sehnenplatte der Fußsohle. Oft ist es kein echter Sporn (knöcherne Ausziehung), sondern eine chronische Entzündung, die auch den Schleimbeutel am Fersenbein mit einbezieht. Ob der knöcherne Fersensporn, der auf dem Röntgenbild beobachtet werden kann, direkt durch diese Entzündung entsteht, ist in der Medizin umstritten. Er kommt nämlich auch ohne Fersenschmerzen vor. Umgekehrt kann man häufig bei Patienten mit Fersenschmerzen röntgendiagnostisch keinen knöchernen Sporn feststellen. Der Fersensporn zeigt sich durch einen starken stechenden Schmerz unter oder auf der Innenseite der Ferse. Stehen wird zur Qual. Der Schmerz klingt beim Ausruhen ab, wird beim Aufstehen, besonders morgens, aber sofort wieder stärker. In der Zeit, in der sich der Fuß ausruht, zum Beispiel nachts, schwillt der Schleimbeutel stark an. Der erste Schritt tut dann besonders weh. Die Schmerzen verschlimmern sich jedes Mal, wenn Sie auf einer harten Unterlage gehen oder wenn Sie viel zu Fuß unterwegs sind. Wie bekommt man einen Fersensporn - Wie entsteht er? Der Fersensporn kann als Alterserscheinung auftreten oder durch Sport hervorgerufen werden: Jedes Mal, wenn Sie einen Schritt machen, tragen Ihre Fersen die Belastung des ganzen Körpers. Das Fettkissen unter der Ferse und eine große Sehnenplatte unter der Fußsohle dämpfen die Belastung. Wenn Sie sich nicht genügend vor dem Sport aufwärmen, sind Ihre Muskeln (z. B. Wadenmuskeln), Sehnen (z. B. Achillessehne) und Bänder nicht geschmeidig genug. Das kann zu Zerrungen, Entzündungen oder sogar zu kleinen Rissen der Sehnenbänder führen. Um das beschädigte Sehnenband zu entlasten, erschlaffen die Muskeln der Fußsohle beim Sitzen, Schlafen oder Ausruhen des Beines. Die Schmerzen in der Ferse verschwinden. Beim Aufstehen ist der Schmerz wieder da. Ursache für den Fersensporn ist eine lang dauernde Überbelastung des Fußes in irgendeiner Form wie sportliche Aktivität in untrainiertem Zustand, Übergewicht oder Langzeitbelastung auf harten Böden in ungeeigneten Schuhen. Aber auch Fußdeformationen und Krankheiten können verantwortlich sein, wie Knick-Senkfuß, Hohlfuß, Polyarthritis oder Gicht. Im Speziellen wird die große Sehnenplatte unter der Fußsohle überbelastet. Dadurch entstehen wiederholt Risse in der Sehne. Wie bei einem gebrochenen Knochen lagert der Körper Kalk ab, um die Risse der Sehne zu heilen. Dadurch entsteht ein kleiner Auswuchs auf der Ferse, der Fersensporn. Wer befindet sich in der Risikogruppe? Übergewichtige Das stoßdämpfende Fettpolster unter dem Fuß schrumpft mit den Jahren. Daher sind besonders Männer und Frauen im mittleren Alter gefährdet. Wochenendsportler Personen mit unkorrigierter Fehlstellung des Fußes. Lassen Sie sich von Ihrem Heilpraktiker oder Arzt beraten, falls Sie eine Fußfehlstellung haben. Prognose und Tipps Wird die chronische Überbeanspruchung nicht behandelt, kann das starke Schmerzen verursachen. Beugt man dem Fersensporn vor oder beginnt man rechtzeitig mit der Behandlung, kann man die Beschwerden mindern. Sport darf nicht weh tun: Nehmen Sie sich vor dem Sport Zeit zum Aufwärmen und Dehnen. Schmerzen in der Ferse sind ein Signal für Überbeanspruchung. Es wird empfohlen das Bein hochzulagern, mit Eis zu kühlen und auszuruhen. Sie dürfen keinen Sport treiben, solange Sie Schmerzen haben. Kaufen Sie vernünftige, gut passende Schuhe - sowohl für die Freizeit, als auch für die Arbeit. Wichtig ist eine gute Fersenstütze und ein dämpfendes Kissen unter der Ferse |


