Randomisierte klinische Studiezum Patienten-bezogenen Nutzen der Biologischen Zellregulations-Therapie nach Implantation einer Knie-Totalendoprothese.Dipl. Physiker G. Rockstroh, Klinik Bavaria Kreischa Rehabilitation 2010;49; 173-179
Zielsetzung:Im Rahmen einer randomisierten, Patienten-seitig maskierten klinischen Prüfung sollte der Nutzen einer während einer stationären Anschlussheilbehandlung (AHB) zusätzlich zur Standardtherapie applizierten Biologischen Zellregulatons-Therapie (BZR) quantifiziert werden. Mittels validierter Fragebögen zur Alltags-bezogenen Funktion und Krankheits-bezogenen Lebensqualität sollte geprüft werden, ob Patienten unter zusätzlicher Anwendung der BZR eine frühzeitigere und / oder umfangreichere Besserung erfahren. Material und Methoden:Die Ethik-Komission der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden hat dem nachfolgend beschriebenen Vorgehen mit Votum vom 12.09.2007 ohne Einschränkungen zugestimmt. Studiendesign: Es wurden 78 Patienten, die nach einer Implantation einer Knie-Totalendoprothese zu einer stationären AHB in der Klinik Bavaria Kreischa eingewiesen wurden, nach Erhalt ihres schriftlichen Einverständnisses zur Studienteilnahmein eine Interventions- bzw. eine Kontroll-Stichprobe randomisiert. Während der AHB erthielten sämtliche Studienteilnehmer zusätzlich zur standardisierten Versorgung zehn Anwendungen entweder mit der BZR-Therapie oder einer Scheintherapie. Eingesetzt wurden hierfür zwei baugleiche Geräte (Clinic-Master professional), von denen eines keinen Strom lieferte (Kontroll-Stichprobe), so dass eine Patientenseitige Maskierung der Therapie gegenüber der Scheinbehandlung möglich wurde. Alle Studienteilnehmer wurden vor Beginn der Studientherapie, nach 5 Therapien, nach 10 Therapien sowie nach drei Monaten einem Fragebogen-Interview zum funktionellen und subjektiven Ergebnis der Gesamtversorgung unterzogen. Messinstrumente: Der Fragebogen OS-WESTRY bildet entlang zehn standardisierter Angaben die auf Erkrankungen des Bewegungsapparats bezogene Lebensqualität des Patienten in einem Index mit Wertebereich 0 – 100% ab, der Fragebogen
Konfirmatorische Auswertung:Primärer Endpunkt der Untersuchung war der dreimonatige Anstieg im OSWESTRY-Index; mittels eines zweiseitigen Wilcoxon-Tests zum 5%-Niveau wurden die Stichproben in diesem Endpunkt gegenübergestellt. Patientengut:
Die Interventions-Stichprobe (n=37) zeigte ein medianes Alter von 60 Jahren bei Studieneintritt (41% Frauen), die Kontroll-Stichprobe (n=41) ein medianes Alter von 57 Jahren (57% Frauen) bei medianen Body Mass-Indices von 29.4 versus 30.1 kg/qm. Jeweils 54% bzw. 39% der Patienten berichteten eine mindestens halbtägige Erwerbstätigkeit im Vorfeld des Eingriffs; 5% bzw. 15% der Studienteilnehmer berichteten alleine zu leben. OSWESTRY:Im OSWESTRY-Index zeigte die Interventions-Stichprobe (BZR-Therapie) einen medianen dreimonatigen Anstieg um 31% (Interquartilspanne 22 – 38%) von im Median 53% bei Studienbeginn auf im Median 91% drei Monate nach AHB; in der Kontroll-Stichprobe zeigte sich ein medianer dreimonatiger Anstieg des OSWESTRY-Index um 18% (3 – 31%) von im Median 56% auf 78%. Die Stichproben unterschieden sich statistisch signifikant im Anstieg des OSWESTRY-Index (Wilcoxon p<0.001). Dieses Ergebnis konnte multivariat mittels multipler logistischer Regressions-Modellierung unter Adjustierung an Cofaktoren wie Alter und Erwerbstatus der Studienteilnehmer reproduziert werden.
WOMAC:Im WOMAC-Index zeigten sich in der Interventions- bzw. der Kontroll-Stichprobe dreimonatige mediane Anstieg um 35% bzw. 18% (Wilcoxon p<0.001) von 56% auf 95% unter BZR-Therapie bzw. von 58% auf 82% unter Scheintherapie. Bereits nach 5 BZR- Therapien . stieg der WOMAC-Index von 56% auf 81% in der Interventions-Stichprobe, hingegen unter Scheintherapie von 58% auf 64% in der Kontroll-Stichprobe (Wilcoxon p<0.001). Bei Entlassung aus der AHB wurden mediane WOMAC-Indices von 90% (Interventions) versus 68% (Kontrolle) berichtet (Wilcoxon p<0.001).
VAS: Bei Bewertung des subjektiv empfundenen Schmerzniveaus berichteten die Patienten der Interventions-Stichprobe eine mediane Schmerzreduktion um 4 Punkte nach drei Monaten gegenüber 1 Punkt in der Kontrollstichprobe (Wilcoxon p<0.001) in der verwendeten VAS.
Schlussfolgerung:Die vorliegende Untersuchung hat in den betrachteten Patienten-bezogenen Endpunkten einen statistisch signifikanten und klinisch relevanten Nutzen der BZR-Therapie während einer stationären Anschlussheilbehandlung bei Patienten nach Implantation einer Knie-Totalendoprothese demonstriert. (Diese Studie wurde mit dem Clinic-Master professional der Firma Walitschek Medizintechnik GmbH durchgeführt) |
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- Studien
- Studien zur Wirkungsweise der BCR-Therapie.
Randomisierte klinische Studie, Studie des
Fraunhofer Institutes, Masterarbeit in der
Sportphysiotherapie
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